Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung im Hallenbad Sterkrade
DIN 276 | Technische Anlagen (Kostengruppe 400)
- Bestandsaufnahme und technische Bewertung der vorhandenen Anlagen
- Rückbauplanung im Bereich der Schwimmbecken und der Technikebene
- Koordination der Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen
- Handlungsempfehlungen für die weitere technische Sanierung
Das Hallenbad Sterkrade an der Holtener Straße wurde umfassend modernisiert und im Mai 2025 wiedereröffnet. Das Hauptschwimmbecken misst 25 × 12,5 Meter, verfügt über fünf Bahnen und erreicht im Sprungbereich eine Wassertiefe von 3,85 Metern. Hinzu kommen ein 12,5 × 8 Meter großes Lehrschwimmbecken sowie ein modernisierter Eltern-Kind-Bereich. Insgesamt bietet das Bad mehr als 300 m² Wasserfläche bei einem Beckenvolumen von rund 745 m³.
Im Vorfeld der baulichen Arbeiten erfasste und bewertete das Ingenieurbüro Schaluschke die vorhandene technische Gebäudeausrüstung. Ein Schwerpunkt lag auf der Rückbauplanung für die Betonsanierung der Schwimmbecken. Dafür mussten die unter und unmittelbar an den Becken verlaufenden Entwässerungs-, Trinkwasser-, Wärmeverteil- und Lüftungsleitungen sowie betroffene elektrotechnische Installationen berücksichtigt werden.
Die Bestandsuntersuchung zeigte altersbedingten Sanierungsbedarf an mehreren Anlagenteilen. Dazu gehörten korrodierte Abwasser- und Trinkwasserleitungen, veraltete Wärmeverteiler und teilweise unzureichend gedämmte Leitungsabschnitte. Neben den erforderlichen Rückbaumaßnahmen wurden deshalb Empfehlungen für die spätere Erneuerung der Fernwärmeübergabestation, des Wärmeverteilnetzes und weiterer technischer Anlagen entwickelt. Bestehende neuere RLT-Anlagen wurden in die Planung einbezogen und ihre Leitungsführung an die baulichen Maßnahmen angepasst.
Zur Ausstattung des modernisierten Hallenbads gehört außerdem das KI-gestützte Sicherheitssystem AngelEye Life-Guard. Zwölf im Becken integrierte Unterwasserkameras analysieren Bewegungsmuster in Echtzeit. Erkennt das System eine mögliche Gefahrensituation, übermittelt es einen Alarm mit Positionsangabe an die Schwimmaufsicht. Das System unterstützt das Aufsichtspersonal, ersetzt jedoch nicht die persönliche Badeaufsicht.
Projektgröße: mehr als 300 m² Wasserfläche; Beckenvolumen ca. 745 m³
Dienstleistungen:
- Sanitärtechnische Anlagen
- Heizungstechnische Anlagen
- Lüftungstechnische Anlagen
- Elektrotechnische Anlagen
- Bestandsaufnahme und technische Bewertung
- Rückbauplanung